03 | 2020

Entsorgung von Abfall aus Haushalten mit Corona-Erkrankten oder mit Personen unter Quarantäne

Bei der Entsorgung von Abfällen aus Haushalten, in denen Personen leben, die positiv auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet wurden, gelten ab sofort besondere Regelungen. So haben diese Haushalte alle Abfälle zwingend über die Restmülltonne zu entsorgen, die sonst geltende Pflicht zur Trennung von Abfällen entfällt. Davon ausgenommen sind Altglas und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe. Diese sollen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Es wird empfohlen, diese Abfälle bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Diese Regelungen gelten auch für Haushalte mit Personen, die unter Quarantäne gestellt wurden. Die Abfälle aus allen übrigen Haushalten werden in gewohnter Weise getrennt und entsorgt.

Diese besonderen Regelungen gelten für betroffene Haushalte so lange, bis alle infizierten Personen als genesen gelten und die Quarantäne aufgehoben wird. Betroffenen Haushalte haben auch darauf zu achten, dass die kontaminierten Abfälle sind in stabilen handelsüblichen Müllbeuteln oder -säcken gesammelt und nach Befüllung beispielsweise durch Verknoten fest verschlossen werden. Diese Beutel und Säcke sind direkt in die Abfalltonnen oder -container zu geben und dürfen nicht daneben gestellt werden. Sind die Abfalltonnen oder -container bereits gefüllt, ist eine gesicherte Lagerung bis zur nächsten Abholung an einem möglichst kühlen Ort vorzunehmen (z.B. Keller).

Spitze oder scharfe Gegenstände (zum Beispiel Spritzen und Skalpelle) müssen  in stich- und bruchfesten Einwegbehältnissen gesammelt und fest verschlossen werden. Geringe Mengen an flüssigen Abfällen sollten tropfsicher verpackt sein, also zum Beispiel mit saugfähigem Material umwickelt werden. Größere Mengen an flüssigen Abfällen dürfen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden.

Sollte die Größe der vorhandenen Restmülltonne in diesem begrenzten Zeitraum nicht ausreichen, werden betroffene Haushalte gebeten, sich an die Abfallberatung der Abfallwirtschaft Landkreis Freudenstadt zu wenden. Diese ist per E-Mail an service@awb-fds.de oder über die kostenlose Servicenummer 0800 9638527 erreichbar.

Informationen des Umweltministeriums im Zusammenhang mit dem Coronavirus