Wir wollen unsere Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter erneuern!

Der Abfallwirtschaftsbetrieb möchte die Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter erneuern, weil es notwendig und wichtig ist: Vor etwa 40 Jahren waren wir mit unserem heutigen Entsorgungskonzept Vorreiter bei Abfallverwertung und Recycling. Aber die Anforderungen und Vorschriften heute haben sich verschärft. Um zukunftsfähig zu sein hat der Abfallwirtschaftsbetrieb dem Kreistag vorgeschlagen, die Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter umfassend neu strukturieren und ausstatten. Dies hat der Kreistag am 13. Mai 2024 entschieden.

Unser Ziel sind umwelt- und betriebssichere Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechen, und, ja, wir möchten wieder Vorreiter sein.

Das wollen wir erreichen:

  • Eine zukunftsfähige und wirtschaftliche Anlieferung von Abfällen

  • Wohnortnahen Entsorgungsmöglichkeiten

  • Hohe Benutzerfreundlichkeit und Kundenorientierung

  • Sammlung und Lagerung von Abfällen nach Stand der Technik

  • Mehr Leistungen an den neuen Entsorgungsanlagen und RecyclingCentern

  • Einen digitalen (wie ggfs. autonomen) Betrieb der Bringsysteme

  • Umsetzung der Vorgaben des Umwelt- und Arbeitsschutzes

  • Mehr Wirtschaftlichkeit durch Reduzierung des Verwaltungs-, Steuerungs- und Betreuungsaufwands

Wie werden wir vorgehen?

Wir möchten unser Konzept Schritt für Schritt umsetzen. Was Sie hier lesen, beschreibt die am 13. Mai 2024 beschlossene langfristige Strategie des Abfallwirtschaftsbetriebs.

Keine Einschränkungen während der Umsetzungsphase

Gleichzeitig hat für uns höchste Priorität, den Bürgerinnen und Bürgern jederzeit das volle Entsorgungsangebot zur Verfügung zu stellen. Wir werden die RecyclingCenter im Einzugsbereich einer neuen Entsorgungsanlage oder RecyclingCenters erst schließen, wenn das neue Angebot in Betrieb genommen ist.

Standorte suchen

Am Anfang steht die Suche geeigneter Standorte in passender Anzahl. Vorrangig werden die Standorte der neuen Entsorgungsanlagen gesucht. Die künftigen Standorte müssen zahlreiche Kriterien erfüllen, um langfristig zu funktionieren. So müssen sie für Bürgerinnen und Bürger einerseits und Entsorgungsunternehmen andererseits gleichermaßen gut erreichbar sein, ausreichend Fläche für die gesamte Sortenvielfalt des Abfalls bieten sowie umwelt- und betriebssicher eingerichtet werden können.

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Im gesamten Landkreis sollen neben zwei Entsorgungsanlagen in den großen Kreisstadten Freudenstadt und Horb a. N. zwischen drei und sechs RecyclingCenter nahe den Hauptverkehrsadern entstehen. Bürgerinnen und Bürger können ihre Abfälle dann an einer Entsorgungsanlage einem RecyclingCenter loswerden, das an einer Strecke liegt, die sie ohnehin fahren wollen. Durch längere Öffnungszeiten müssen sie keine langen Wartezeiten befürchten. So wird die reduzierte Anzahl der RecyclingCenter ausgeglichen, weil die neuen Anlagen länger geöffnet und besser erreichbar sind.

Alle Abfallsorten bis zum Restmüll

Die künftigen Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter nehmen an allen Standorten alle haushaltsüblichen Abfallsorten und -mengen an. Zusätzlich können bei den Entsorgungsanlagen Schad- und Problemstoffe abgegeben werden. Auch Übermengen an Restmüll, wie sie gelegentlich beim Hausmüll anfallen, werden sie annehmen. So kommen die Bürgerinnen und Bürger mit weniger Entsorgungsfahrten aus.

Vom Hol- zum Bringsystem

Statt Abfall wie Sperrmüll oder Möbelholz abholen zu lassen, können Bürgerinnen und Bürger ihn künftig auch zu den RecyclingCentern bringen und so mit einer einzigen Fahrt alles loswerden. Nichts bleibt mehr liegen, auch die Ärgernisse bei der derzeitigen Sperrmüllsammlung sind beseitigt.

Digital und sicher

Die neuen Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter sollen digital ausgerüstet werden, um die Anlieferung einfach und zugleich sicher zu machen. Langfristig soll es möglich werden, über digitalisierte Annahmesysteme auch ohne Personal vor Ort Abfälle abzugeben.

Rahmenkonzeption Entsorgungsanlagen und RecyclingCenter

Beschlussvorlage Kreistag 13.05.2024

Präsentation der Konzeption (Technischer Ausschuss 29.04.2024)

Warum soll sich so viel ändern?

Recycling ist aufwändig, komplex und teuer geworden. Wir trennen unterschiedlichste Sorten und können sie zielgenau in den Nutzungskreislauf zurückbringen. Das lohnt sich, aber dafür brauchen wir klare und einfache Strukturen.

  • Öffnungszeiten und viele Fahrten

    Derzeit können Bürgerinnen und Bürger an zu vielen Standorten zu sehr eingeschränkten Zeiten oft nur wenige Stoffe loswerden. Eine Fahrt zum nächsten RecyclingCenter und dabei alles loswerden ist nicht möglich. Weitere Fahrten werden nötig, kosten Zeit und Geld.

  • Personalintensiv mit Warteschlangen

    Auch der Betrieb ist nicht wirtschaftlich: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen an wenigen Öffnungstagen intensiv zur Verfügung stehen, an den RecyclingCentern bilden sich dennoch häufig Warteschlangen. Das Abholen der gesammelten Recyclingstoffe an vielen Standorten mit vergleichsweise geringen Mengen verteuert das System zusätzlich.

  • Anlieferung attraktiver gestalten

    Das aktuell kombinierte System, bestehend aus einem Bring- und einem Hol-System, ist zukünftig weder wirtschaftlich noch zufriedenstellend zu betreiben. Das Bringsystem mit RecyclingCentern, Entsorgungsanlagen und Wertstoffinseln soll ausgebaut werden. Dagegen soll das Hol-System, etwa bei der teuren Sperrmüll- oder Möbelholzabfuhr, zugunsten einer attraktiveren und kostengünstigeren Anlieferungsmöglichkeit zurückgefahren werden.

  • Gebührenentwicklung im Rahmen halten

    Das aktuelle System sprengt die finanziellen Möglichkeiten von Landkreis und Kommunen und belastet Bürgerinnen und Bürger, denn zum Schluss tragen sie die Kosten. Die künftige Gebührenentwicklung darf die Bürgerinnen und Bürger nicht überfordern und muss zugleich ein wirtschaftlich stabiles Entsorgungssystem gewährleisten.

  • Verschärfte Anforderungen und digitale Zukunft

    Die technischen Anforderungen an RecyclingCenter haben in den vergangenen Jahrzehnten stetig zugenommen und sich enorm verschärft. Das erzeugt für unsere Zukunft Handlungsbedarf. Hinzukommen die zunehmenden digitalen Möglichkeiten, die bisher unberücksichtigt geblieben sind, uns aber große Chancen in der Serviceverbesserung bieten.

Deshalb brauchen wir eine neue Struktur der RecyclingCenter, die wir zwar über Gebühren fair finanzieren, ohne aber unsere Bürgerinnen und Bürger mehr als unbedingt notwendig zu belasten.

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